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  #21  
Alt 23.05.2012, 17:34
Jette Jette ist offline
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Liebe Dani,

erstmal schnief...
und Gänsehaut.
Und dann möchte ich mich Bärbel anschließen!
Danke!

Liebe Grüße Jette

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  #22  
Alt 23.05.2012, 18:48
Bea70
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Liebe Dani,
ich schließe mich Bärbel an.
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  #23  
Alt 23.05.2012, 18:48
Benutzerbild von Dani21
Dani21 Dani21 ist offline
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Ihr Lieben,

ich habe heute mit noch einer Klinik telefoniert, die gleich 30 (!) Kleidchen in Größe 1 nachbestellt hat, weil die "einfach klasse sind".

Die Hebamme meinte, dass die Babys bis zur 20. SSW einfach super mit den Einschlagtüchlein zu bedecken sind, weil man sie so einfach darin einhüllen und packen kann.

-------------------
Liebe Grüße
Daniela


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  #24  
Alt 23.05.2012, 22:36
ChristianeM ChristianeM ist offline
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Hallo Dani,

es ist schön zu lesen

ich gebe Bärbel recht...genau " DAS" ist es, was motiviert

Danke, dass Du uns an solchen Rückmeldungen teil haben lässt !!!!

Ganz liebe Grüße
Christiane
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  #25  
Alt 24.05.2012, 08:14
Hanka1970 Hanka1970 ist offline
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Hallo,

es ist so schön zu lesen das die Kleidungsstücke so gut angenommen werden. Das die Eltern sich in der schweren Zeit daran freuen das sie ihr Kind anziehen konnten. Ich denke das erleichtert die Eltern ein stückweit und auch die Hebammen. Ach ich weiß garnicht wie ich es ausdrücken soll es motiviert mich einfach weiter zu stricken.

Liebe Grüße Hanka
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  #26  
Alt 24.05.2012, 09:51
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Dani21 Dani21 ist offline
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Ihr Lieben,

noch eine Rückmeldung aus einer Klinik ist, dass die Mützchen vor allem wenn sie weit und dehnbar sind ganz ganz toll ankommen.

Die Hebamme hat nochmal darauf hingewiesen (was wir ja wissen), dass gerade bei den Kleinsten die Köpfchen gerne mal leider etwas deformiert sein können und es dann wichtig ist, dass die Mützchen gerade im Bund ganz flexibel sind.

Deswegen finden sie die Strickmützchen auch besonders gut. Sie haben gesagt als Wunsch, dass die supersüßen Häkelmützchen vielleicht am Rand noch dehnbarer sein sollten, damit man sie auch so universell einsetzen kann.
Wie man das erreicht, seht ihr auf YouTube im Video aus dem Januar von Petra.

-------------------
Liebe Grüße
Daniela


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  #27  
Alt 20.06.2012, 10:50
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Dani21 Dani21 ist offline
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Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute wieder ein Feedback, allerdings ist es nicht ganz so optimistisch. Ich sehe es als Verstärker in die Richtung / Motivator in die Richtung, dass das was wir tun, absolut nötig ist und auch wenn wir schon viel erreicht haben, dass es noch so viel mehr zu erreichen gibt.

Mich erreichte vor längerer Zeit die Bestellung einer bereits belieferten Klinik, die noch 2 Boxen für ihre gyn. Stationen haben möchte. Ich habe Euch ja schon oft erzählt, dass ca. 90% der Kliniken die Frauen bis zu einem gewissen Status nicht im Kreißsaal, sondern auf der Station entbinden lassen.

Ich habe dann nachgefragt, bis zur wievielten SSW dort entbunden wird - normal ist das bis zur 20.SSW, nur seltens auch mal bis zur 23. SSW. Dort wird bis zur 24.SSW auf Station entbunden!!!

Das macht selbst mich immer wieder sprachlos.
Die 24. SSW, das ist eine Zeit, in der jedes Kind schon als Frühchen gilt (das beginnt bei 22+5 - spätestens!). Ich nehme also an, dass es sich da dann wohl nur um die Totgeburten handelt.
In der 24. SSW erreicht das Kind meistens auf jeden Fall die 500g Grenze und wird dann - wenn es tot zur Welt kommt - von der "Fehlgeburt" zur "Totgeburt". Da eine Totgeburt die Geburt eines toten Menschlein darstellt (Stichwort Personenstandsgesetz), wird diese dann auch als GEBURT abgerechnet. Unter 500g können die Kliniken das wohl aber nur schwierig als Geburt abrechnen, ich denke, das ist dann eher "Betreuung einer Fehlgeburt" oder "Versorgung bei einer Fehlgeburt" oder ähnliches.

Das muss man sich mal vorstellen - die Frauen entbinden bis zur 24. SSW auf der Station. Die 24. SSW bedeutet Anfang des 7. (!!!!!!!!!!) Monats.

Ich verstehe ja sowieso nie, wie man einen Unterschied machen kann, aber das macht sogar mich wirklich sprachlos.

Fakt ist einfach, dass man auf einer Station nicht vernünftig entbinden kann. Es ist keine Hebamme vor Ort - sie wird oft gar nicht gerufen und wenn doch, dann kommt sie nur die letzten Minuten schnell angehastet - und vor allem ist die Umgebung absolut geburtsfeindlich. Eine stinknormale Station, auf der entweder die glücklich Entbundenen liegen oder die normalen gyn. Patientinnen mit Unterleibs- oder Brusterkrankungen.

Es gibt nur ein Bett, keine Privatsphäre, fast nie eine Schmerztherapie (PDA, Akupunktur usw.) ganz zu schweigen von "Luxusartikeln" wie Pezi-Ball, Gebärseil-, -stuhl oder -wanne.

Was mich dabei so unglaublich wütend macht ist, dass die Herabwertung und das "Kleinmachen" des Verlustes somit schon bevor er überhaupt regelrecht stattfindet beginnt (--> es ist ja gar keine richtige Geburt, also habe ich auch kein richtiges Kind, keinen richtigen Verlust usw.)

Aber ich weiß eben auch aus eigener Erfahrung und aus den vielen vielen Berichten anderer betroffener Mamas, dass die Geburt eben NICHT einfacher oder schmerzärmer ist. Ich kann nicht verstehen, dass man einer Mutter und einem Vater, die ein solch schweres Schicksal trifft, dann auch noch das Leben so ungemein schwer machen muss und ihnen nicht einmal die Wahl lässt.

Ich bin allerdings froh, dass man ihnzwischen wenigstens so weit denkt, die Stationen auch mit unseren Boxen zu versorgen - denn das zeigt, dass da offenbar auch ein Umdenken stattfinden kann.

Vielleicht ändert sich ja durch das Personenstandsgesetz noch einmal etwas mehr in den deutschen Kliniken... und durch unseren Einsatz.

Ihr seht also, wie unglaublich wichtig es ist, was wir tun - und dass wir noch viel zu tun haben und viel mehr tun müssen.

-------------------
Liebe Grüße
Daniela


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  #28  
Alt 20.06.2012, 14:50
Sybille* Sybille* ist offline
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Liebe Dani,

dein Posting macht mich sehr betroffen und ich frage mich, was du in einer solchen Situation sagst? Belehren bringt in solchen Fällen ja nichts, da stößt man vermutlich auf gewaltige Abwehr.
Wie reagierst du als Betroffene und Aktive? Schon mal vorweg: mein Respekt, dass du dir sowas anhören kannst, ich weiß nicht, ob ich angemessen ruhig bleiben könnte.

Liebe Grüße
Sybille
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  #29  
Alt 20.06.2012, 15:13
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Dani21 Dani21 ist offline
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Liebe Sybille,

wir können nicht mehr als immer wieder mit Nachdruck darauf hinweisen, was für Problematiken diese Entscheidungen beherbergen.

Letztlich sind es in den selteneren Fällen die "Besteller", also die Hebammen oder Schwestern, die diesbzgl. in irgendeiner Form Entscheidungsgewalt haben. Das ganze wird "von oben" so reguliert - man kann sich da nichtmal beim Chefarzt sicher sein, ob der die Macht hat, das zu ändern.

Es werden immer mehr Entbindungsstationen geschlossen, und viele Mamas kennen das sicher, wie voll die Kreißsäle manchmal sind. Neulich erst habe ich von einer Mama, die normal entbunden hat, gehört, dass sie mit heftigen Wehen in die Klinik kam und fast 24 Stunden kein Zimmer bekam (obwohl sie nicht mehr nach Hause durfte aufgrund leichter Komplikationen) - sie und der Mann waren also gewungen, 24 Stunden lang durch das Krankenhaus zu tigern und fanden nur Ruhepausen, wenn sie sich mal im Park oder in der Cafeteria ein paar Minuten SETZEN konnten Das hängt damit zusammen, dass eine Frau vor der Geburt nur bei bestimmten Komplikationsbildern stationär aufgenommen werden darf. Wenn also der Geburtsvorgang zwar schon läuft, aber noch stockt, und kein Bett ist in den Kreißsälen oder Wehenzimmern frei - muss sie halt im Krankenhaus herumlaufen, bis eines frei wird.

Wenn man sich das vorstellt, ist es ziemlich klar, dass für die "abrechnungsproblematischen" Fälle, die noch dazu "minderwertig" angesehen werden ("eine frühe Geburt tut ja nicht weh"......) schonmal gerade gar kein Platz da ist.
Dann wird sowas schnell standardisiert und irgendwann fragt keiner mehr danach, ob vielleicht doch genug Ressourcen im Kreißsaal vorhanden sind.

Letztlich hängt das also mit zwei Dingen zusammen: der schlimmen Einstellung in unseren Kliniken UND unserer Gesellschaft und mit unserer Krankenversicherungspolitik, die überall streicht - und da erst recht.+

Im Prinzip bewegen sich die Dinge mit nachhaltigem Daranhalten oft sehr viel besser als mit heftigem, kurzen Druck. Da kann ich dasselbe sagen wie bei dem Video über die frühen Verluste. Je mehr Menschen sich mit dem Thema auseinander setzen, je mehr EMpörung über die unhaltbaren Situationen aufkommt, je mehr dies auch die Auswahlprozesse in der Klinikwahl beeinflussen wird, desto mehr wird sich ändern.

Aber schwer fällt es mir schon, in solchen Situationen nicht aufzubrausen oder mal die Meinung zu sagen *grrrr* ... das wäre aber sehr unprofessionell und vor allem kontraproduktiv.

-------------------
Liebe Grüße
Daniela


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  #30  
Alt 21.06.2012, 07:55
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ManuelaMB ManuelaMB ist offline
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Ort: Auetal OT Borstel, Niedersachsen, Deutschland.
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Liebe Dani,

wenn ich sowas lese, dann werde ich auch wieder so wütend und es kommt wieder alles bei mir hoch.

Ich habe meinen Sohn in der 16. SSW entbunden. Auf dem Zimmer mit einer 17jährigen daneben, die am nächsten Tag eine Brustverkleinerung gemacht bekam.

Ich kam mir vor wie im Zoo.... wenigstens musste ihr Vater dann irgendwann raus, der saß nämlich noch ne ganze Weile mit im Raum während ich mich schon mit Wehen rumgequält hab.

ICh hoffe, dass es da auch irgendwann ein Gesetz geben wird.

trauriger Gruß

Manu
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